Das Prinzip unserer technischen Trocknung besteht darin, an baulich unkritischen Stellen gezielt Verbindungen zum durchfeuchteten Untergrund oder zu betroffenen Hohlräumen herzustellen. Auf diese Weise kann die Feuchtigkeit kontrolliert und effizient abgeführt werden.
Mithilfe modernster Trocknungstechnik sind wir in der Lage, nahezu sämtliche Bausubstanzen weitgehend zerstörungsfrei zu trocknen. Je nach Schadensbild kommen abgestimmte Verfahren zum Einsatz, um eine materialschonende und nachhaltige Austrocknung zu gewährleisten. Nach Abschluss der Trocknungsmaßnahmen wird der ursprüngliche Zustand fachgerecht wiederhergestellt.
Beim Vakuumverfahren arbeitet der Trocknungskreislauf nach dem gleichen physikalischen Prinzip wie beim Überdruckverfahren – jedoch in umgekehrter Richtung.
Ein leistungsstarker Seitenkanalverdichter erzeugt ein gezieltes Vakuum und saugt feuchte Luft sowie ungebundenes Wasser aus Hohlräumen oder Dämmschichten ab. Ein vorgeschalteter Wasser-Ölabscheider trennt die angesaugte Feuchtigkeit zuverlässig vom Luftstrom und führt das abgeschiedene Wasser direkt ab. Parallel dazu sorgen leistungsfähige Entfeuchtungsgeräte für die Trocknung der Raumluft. Dadurch entsteht ein geschlossener und effizienter Trocknungskreislauf.
Dieses Verfahren findet insbesondere Anwendung bei Dämmschichten aus lose geschütteten Materialien sowie bei Mineralfaserdämmungen. Durch den Einsatz hochwertiger Filtertechnik (z. B. H13-Filter gemäß HEPA-Standard) wird verhindert, dass Partikel oder Fasern in die Raumluft gelangen. Somit gewährleisten wir ein sicheres, sauberes und normgerechtes Arbeiten – auch bei sensiblen Materialien.
Bei der Dämmschichttrocknung mittels Überdruck wird trockene, erwärmte Luft über leistungsstarke Seitenkanalverdichter gezielt unter den Estrich in die durchfeuchtete Dämmschicht eingeblasen.
Die trockene Luft nimmt in der Dämmschicht die vorhandene Feuchtigkeit auf und transportiert sie kontrolliert ab. Der Feuchtigkeitsaustritt erfolgt über den Randdämmstreifen oder über speziell von uns geschaffene, baulich definierte Öffnungen. Durch diesen kontinuierlichen Luftaustausch wird eine vollständige und gleichmäßige Austrocknung der Dämmschicht sowie angrenzender Hohlräume erreicht.
Dieses Verfahren eignet sich besonders für geflieste Boden- oder Wandflächen, bei denen die Fliesen erhalten bleiben müssen.
Der Zugang zur durchfeuchteten Dämmschicht erfolgt über die Fugenkreuze. Hierbei werden in den Fugenbereichen gezielt 6-mm-Bohrungen eingebracht. In diese Öffnungen werden spezielle Luftdüsen eingesetzt, die über einen Luftverteiler mit der Überdruckanlage verbunden sind.
Auf diese Weise wird trockene Luft unter den Estrich eingeblasen und ein kontrollierter Belüftungskreislauf erzeugt – ohne Beschädigung der Fliesenoberfläche. Nach Abschluss der Trocknungsmaßnahme werden die Fugen fachgerecht verschlossen.
Hierbei wird der Teppichboden im Rand- oder Eckbereich vorsichtig gelöst. Anschließend wird über eine Kernbohrung (ca. 50 mm) im Estrich ein spezieller Anschlussstutzen eingesetzt.
Das Verfahren arbeitet mit einem kombinierten Luftsystem:
• Auf einer Seite wird trockene Luft kontrolliert unter den Estrich eingeblasen (Überdruck).
• Auf der gegenüberliegenden Seite wird die feuchte Luft mittels Unterdruck wieder abgesaugt.
Durch diese gezielte Luftführung entsteht eine effektive Durchströmung der Dämmschicht. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird über Wasserabscheider und Entfeuchtungsgeräte aus dem Kreislauf entfernt.
Nach Abschluss der Trocknungsphase werden die gelösten Teppichbereiche fachgerecht und nahezu unsichtbar wieder verklebt. Der Bodenbelag bleibt vollständig erhalten.
Dieses Verfahren eignet sich besonders für hochwertige Bodenbeläge wie Parkett oder Marmor, bei denen Beschädigungen unbedingt vermieden werden müssen.
Über schmale Fugen- oder Randbereiche werden spezielle Schlitzdüsen eingesetzt, durch die trockene Luft unter den Estrich eingebracht wird. Die Feuchtigkeit wird kontrolliert abgeführt, sodass eine effektive Trocknung der Dämmschicht erfolgen kann – ohne sichtbare Eingriffe in die Oberfläche.